Laut dem Austrian Health Report 2026 geben 44 Prozent der Frauen in Österreich an, zumindest gelegentlich das Gefühl zu haben, dass ihre Schmerzen nicht ernst genommen werden. Bei Männern liegt dieser Anteil bei 23 Prozent.
Die Zahlen stammen aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IFES, die im Auftrag des Pharmaunternehmens Sandoz durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden am 7. Oktober 2026 veröffentlicht.
Die Angaben beschreiben die persönlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen der Befragten. Aus den veröffentlichten Ergebnissen lässt sich daher nicht automatisch auf eine nachgewiesene medizinische Diskriminierung schließen.
Auch bei der allgemeinen Zufriedenheit mit dem österreichischen Gesundheitssystem zeigen sich Unterschiede. 56 Prozent der Männer gaben an, mit dem Gesundheitssystem zufrieden zu sein. Bei den Frauen waren es 41 Prozent.
Frauen organisieren häufiger Gesundheitsangelegenheiten in der Familie
Der Bericht zeigt außerdem Unterschiede bei der Organisation gesundheitlicher Angelegenheiten innerhalb von Partnerschaften. 67 Prozent der Frauen mit Partner gaben an, sich um Gesundheitsthemen innerhalb der Familie oder Partnerschaft zu kümmern. Bei Männern mit Partner lag dieser Anteil bei 44 Prozent.
Damit deutet die Umfrage darauf hin, dass Frauen nicht nur andere Erfahrungen im Gesundheitssystem berichten, sondern auch häufiger Verantwortung für gesundheitliche Fragen im familiären Umfeld übernehmen.
Angaben zur genauen Stichprobengröße, zu den Feldarbeitsdaten der Befragung oder zu einer Aufschlüsselung nach österreichischen Bezirken wurden in der veröffentlichten Aussendung nicht genannt.
Quelle: Sandoz GmbH – Austrian Health Report 2026, IFES-Umfrage, veröffentlicht am 7. Oktober 2026 via APA-OTS.

