Messenger legen zu, SMS verlieren weiter an Boden

Messenger-Dienste gewinnen in Österreich weiter an Bedeutung, während klassische SMS und Mobilfunktelefonie zurückgehen. Das zeigen die neuesten Daten der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für das erste Quartal 2026, die am 21. Oktober veröffentlicht wurden.

Nach Angaben der RTR wurden von Jänner bis März 2026 insgesamt rund 25,5 Milliarden Chat-Nachrichten über Messenger-Dienste verschickt. Das entspricht einem Anstieg von knapp 3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025.

SMS-Nutzung sinkt um mehr als zehn Prozent

Deutlich rückläufig war dagegen die Zahl klassischer SMS. Im ersten Quartal wurden in Österreich rund 192 Millionen SMS versendet.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von mehr als zehn Prozent.

Die Zahlen zeigen damit eine weitere Verschiebung von klassischen Mobilfunkdiensten hin zu internetbasierten Kommunikationsangeboten.

Messenger werden auch für Anrufe häufiger genutzt

Der Trend zeigt sich nicht nur bei Textnachrichten. Über Messenger-Dienste wurden im ersten Quartal 2026 laut RTR rund 8,9 Milliarden Gesprächsminuten geführt.

Das waren etwa 7 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Bei klassischer Mobiltelefonie verlief die Entwicklung in die andere Richtung: Hier registrierte die RTR rund 5,8 Milliarden Gesprächsminuten, etwa 3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Kommunikationsverhalten verändert sich

Die Daten verdeutlichen, dass viele Menschen in Österreich für Nachrichten und Gespräche zunehmend internetbasierte Messenger verwenden.

Für Haushalte und Unternehmen können diese Zahlen einen Einblick geben, wie sich die Nutzung verschiedener Kommunikationskanäle verändert. Aus den aktuellen Daten lässt sich jedoch keine Änderung von Mobilfunktarifen oder Preisen ableiten.

Daten stammen aus dem ersten Quartal 2026

Wichtig ist die zeitliche Einordnung: Die am 21. Oktober veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf Jänner bis März 2026 und nicht auf die aktuelle Nutzung im Oktober.

Weitere Daten und Auswertungen stellt die RTR in ihrem Internet Monitor für das erste Quartal 2026 zur Verfügung.

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